Abtei St. Erentraud, Benediktinerkloster in Berg, Deutschland.
Die Abtei St. Erentraud in Kellenried ist ein Benediktinerinnenkloster im Ortsteil Kellenried der Gemeinde Berg bei Ravensburg in Baden-Württemberg, nicht am Bodensee. Die Kirche wurde 1923–24 von Adolf J. Lorenz erbaut und vereint Neubarock, Jugendstil und Neue Sachlichkeit. Der freistehende Tabernakel zeigt biblische Szenen, die Apsisfenster bestehen aus 6 mm dünnen Onyxscheiben.
Das Kloster wurde 1924 von der Beuroner Kongregation gegründet und erhielt 1926 den Status einer Abtei. Die Gemeinschaft musste während der Zeit von 1940 bis 1945 das Gelände verlassen und kehrte danach zurück.
Der Ort ist bekannt für eine lange Tradition der Krippendarstellung. Jedes Jahr von Weihnachten bis Februar können Besucher barocke Figuren bewundern, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen und von den Schwestern gepflegt werden.
Die Abtei liegt im Ortsteil Kellenried der Gemeinde Berg am westlichen Rücken des Schussentals. Ein 2011 eingerichteter Gästetrakt umfasst zwölf Einzel- und zwei Doppelzimmer; die Schwestern bieten Kurse zu benediktinischer Spiritualität, Liturgie und Lebensorientierung an der Bibel an. In der Fasten- und Adventszeit sowie an bestimmten Festtagen wird ein Podcast des Abendlobes aufgezeichnet.
Das Grundstück kam durch den Beuroner Erzabt Raphael Walzer zustande, der das kinderlose Ehepaar Johann und Rosalie Marschall dazu bewog, 22 Morgen Land für das Kloster zu stiften. Der Grundstein der Kirche wurde am 15. Juli 1923 gelegt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.187 Mitwirkenden weltweit.