Schloss Benzenhofen, Tudor-Schloss in Berg, Deutschland
Schloss Benzenhofen ist ein zweistöckiger Putzbau im Tudorstil, der 1898 bis 1899 auf einem früheren landwirtschaftlichen Gut bei Berg im Landkreis Ravensburg errichtet wurde. Beim Kauf umfasste das Gut ein Wohnhaus, eine Scheuer, ein Göppelhaus, einen Fruchtspeicher und eine Remise; bei Fertigstellung gehörten zudem eine Back- und Waschküche, eine Schmiedewerkstatt sowie Wiesen, Gärten und Äcker dazu.
Das Schloss wurde zwischen 1898 und 1901 von Otto Benze erbaut, der das Anwesen 1897 erworben hatte und durch seine Heirat mit der französischen Adligen Marie Luise Lülling du Repaire de Truffin finanzielle Mittel erhielt. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer und wurde später von der Familie Pfeiffer übernommen.
Das Schloss beherbergte eine Kunstsammlung mit flämischen Gemälden des Gekreuzigten und Skulpturen, möglicherweise von Jean Antoine Houdon, bevor sie durch finanzielle Schwierigkeiten verloren gingen.
Das Schloss liegt in der Region Schussental in Baden-Württemberg und ist von außen sichtbar für Besucher, die die Gegend erkunden. Es wird empfohlen, vorher zu prüfen, ob das Gebäude zugänglich ist, da es sich um eine Privatresidenz handelt.
Der Name des Anwesens war ein selbst verliehener Adelstitel: Otto Benze nannte sich bereits als Student Benze von Benzenhofen und kaufte 1897 das Gut Benzenhofen, um den umstrittenen Titel zu legitimieren. Er bezeichnete das Anwesen stets als Rittergut, obwohl es beim Kauf nur ein gewöhnliches landwirtschaftliches Gut war.
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