Aggertalhöhle, Schauhöhle in Engelskirchen, Deutschland
Die Aggertalhöhle bei Ründeroth in Engelskirchen wird über einen 1890 gebohrten, horizontalen Stollen betreten. Ihre Gänge erstrecken sich auf 1071 Metern durch Kalkstein des Mitteldevons, bei einem maximalen Höhenunterschied von 31 Metern; eine Führung führt über etwa 270 Meter und 10 Höhenmeter. Tonschiefer über der Höhle lässt nur wenige Tropfsteine zu, doch an den Wänden sind Versteinerungen und Bündel von Aragonit-Kristallnadeln sichtbar.
Ein Bericht von 1773 nennt eine erste Begehung, und eine Akte des Bonner Oberbergamtes von 1819 erwähnt eine beim Bergbau entdeckte „Feckelsberger Höhle“, bei der es sich um diese Höhle handeln könnte. 1890 wurde ein rund 30 Meter langer Stollen in die Höhle gebohrt, die damals nach dem Kölner Industriellen Theodor Guilleaume Guilleaume-Höhle hieß. Von 1927 bis 1930 richtete der Verschönerungsverein Ründeroth sie für regelmäßige Führungen her.
Ihren Namen verdankt die Höhle dem Fluss Agger, in dessen Seitental sie liegt. Von 1927 bis 1930 richtete der Verschönerungsverein Ründeroth sie für den regelmäßigen Besucherverkehr her, nachdem der Grundeigentümer sie dem Verein pachtfrei für Führungen überlassen hatte. Um 1920 hatte der Industrielle Otto Wolff den verfallenen Stollen von 1890 erneuern lassen und gelegentlich Führungen und Festlichkeiten veranstaltet, anfangs bei Pechfackelbeleuchtung.
In der Höhle herrschen ganzjährig 6 bis 8 Grad Celsius, warme Kleidung ist daher sinnvoll. Führungen führen über etwa 270 der insgesamt 1071 Meter Länge, bei einem Höhenunterschied von 10 Metern; der Eingang liegt an der Landesstraße 307 bei Ründeroth.
An den Wänden der Höhle sitzen Bündel feiner Aragonit-Kristallnadeln, Reste von Korallen aus magnesiumhaltigem Kalk. Weil Tonschiefer über der Höhle kaum kalkhaltiges Wasser eindringen lässt, gibt es nur wenige Tropfsteine, dafür sind Devon-Fossilien und Spuren der Wassererosion gut sichtbar.
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