Meerhardtturm, Aussichtsturm in Gummersbach, Deutschland.
Der Meerhardtturm ist ein Beobachtungsturm aus Grauwackebruchstein auf dem Meerhardt-Hügel in Gummersbach mit neogotischen Elementen. Das Bauwerk steht auf etwa 291 Meter Höhe und wurde so gestaltet, dass es wie eine Ruine wirkt.
Der Turm entstand 1908 auf Initiative des Textilfabrikanten Karl Siebel und wurde von dem Gemeinnützigen Verein Dieringhausen verwaltet. Seine Gestalt orientierte sich am damaligen Interesse für mittelalterliche Formen und Schlossarchitektur.
Der Turm folgt dem Stil englischer Landschaftsgärten und zeigt die mittelalterliche Formensprache, die während des Deutschen Kaiserreichs beliebt war. Wer den Hügel hinaufgeht, erkennt sofort, wie sehr die Architektur des Turms die Romantik jener Zeit widerspiegelt.
Besucher können das Gelände zu Fuß auf mehreren gekennzeichneten Wanderwegen erreichen, die zum Aussichtspunkt führen. Das Innere des Turms ist nicht zugänglich, aber der Weg hinauf und die Umgebung laden zu einem Spaziergang ein.
Das Bauwerk erhielt 1976 den Status eines Denkmals und wird sowohl als künstliche Ruine als auch als architektonisches Erbe betrachtet. Diese doppelte Rolle macht es zu einem ungewöhnlichen Beispiel für intentionale Nachahmung historischer Formen.
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