Evangelische Kirche, Gotische Kirche in Wiehl, Deutschland.
Die Evangelische Kirche Marienhagen ist eine weiß verputzte Kirche mit dunklem Schieferdach in der Ortsmitte von Marienhagen, einem Ortsteil von Wiehl. Ihr massiver, fast ungegliederter Westturm ist ein romanischer Bruchsteinturm des 13. Jahrhunderts; das Langhaus misst 17 m in der Länge und 5,70 m in der Breite. Auf dem steilen Turmhelm sitzt eine kleine rot-weiße Lukarne, und der niedrigere polygonale Abschnitt rechts hat ein Walmdach, Pilaster und hohe rundbogige Fenster mit rotbraunen Sprossen.
Der massive Westturm stammt aus dem 13. Jahrhundert und zählt zur Gruppe der romanischen, verputzten Bruchsteintürme des Oberbergischen Landes. Die Kirche entstand um 1300 als Gründung der Kommende der Johanniter auf Schloss Burg; das für das Bergische Land ungewöhnliche Langhaus lässt eine Beziehung zu Köln vermuten. 1907–1908 erneuerte der Kölner Kirchenmaler Anton Bardenhewer die frühgotischen Chormalereien stark, im Sommer 1959 folgte eine neue Freilegung unter dem Fachrestaurator Wolfhart Glaise.
Mundartlich heißt sie nicht „Kerke“, sondern „Bunte Kirche“, obwohl sie zu den „Bunten Kerken“ zählt; nach den Johannitern, die sie um 1300 von der Kommende auf Schloss Burg aus gründeten, wird sie auch Johanniter-Kirche genannt. Im Innern erinnern drei Grabplatten des 16. und 17. Jahrhunderts an die früheren Herren der Burg Bieberstein: Gerlach von Karthusen, seinen Schwiegersohn Jost von Lixfelt und dessen Sohn Albert von Lixfelt.
Die Kirche liegt in der Ortsmitte von Marienhagen im Oberbergischen Kreis und gehört zur Kirchengemeinde Marienhagen-Drespe im Kirchenkreis An der Agger. Im Rahmen des Projektes „Offene Kirche“ ist sie täglich von 9 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Der massive Westturm und das Langhaus werden ebenerdig betreten.
Die Kirche heißt im Dialekt nicht „Kerke“, sondern „Bunte Kirche“, obwohl sie zu den „Bunten Kerken“ des Bergischen Landes zählt; auch „Johanniter-Kirche“ ist gebräuchlich. Im Inneren sind drei Grabplatten des 16. und 17. Jahrhunderts für die früheren Herren der Burg Bieberstein erhalten: Gerlach von Karthusen, seinen Schwiegersohn Jost von Lixfelt und dessen Sohn Albert von Lixfelt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.813 Mitwirkenden weltweit.