Ahlberg, Bewaldeter Berg mit Ringwallresten in Hessen, Deutschland
Der Ahlberg ist ein 394,6 m hoher bewaldeter Basaltberg am Westrand des Reinhardswalds bei Mariendorf in Nordhessen. Sein 1,25 ha großes Gipfelplateau umschließt ein Ringwall mit vorgelagertem Graben, der an Nord- und Ostseite fast gradlinig, an Süd- und Westseite leicht bogenförmig verläuft. Sichtbare Steine an der Außenseite deuten auf Mauerwerk hin, und eine Unterbrechung im Südwesten stammt von einer früheren Tongrube.
Das Gipfelplateau wurde im Frühmittelalter über einer älteren eisenzeitlichen Anlage befestigt, wie Funde belegen. Im Spätmittelalter entstand an der höchsten Stelle ein Wartturm, wahrscheinlich als Pendant zur in Sichtweite befindlichen Udenhausener Warte. Von 1755 bis 1925 wurde am Berg unter Tage Braunkohle abgebaut; das Dorf Reinersen am Südwesthang fiel im 15. Jahrhundert wüst.
Der Name Ahlberg stammt vom Berg selbst, nicht von einer Familie. An seinem Südwesthang lag das im 15. Jahrhundert wüst gefallene Dorf Reinersen, wo Töpfer den örtlichen Ton verarbeiteten. Tongruben durchbrechen auch Graben und Wall der Ringmauer, und der 2007 eröffnete Eco Pfad Kulturgeschichte Ahlberg–Mariendorf führt an der Wüstung vorbei.
Das Gelände ist über markierte Wanderwege erreichbar, die von Parkplätzen in der näheren Umgebung ausgehen und zum Gipfel hinaufführen. Der Aufstieg erfordert Trittsicherheit und gutes Schuhwerk, da der Pfad steil und teilweise rutschig sein kann.
Der Ringwall auf dem Plateau stammt nicht aus einer einzigen Bauphase: Form und Gräben deuten auf eine frühmittelalterliche Befestigung, die eine ältere eisenzeitliche Anlage überlagert, wie Funde aus dieser Zeit belegen. Im Spätmittelalter wurde an der höchsten Stelle ein Wartturm errichtet, wahrscheinlich als Pendant zur sichtbaren Udenhausener Warte; Teile seines Mauerfundaments und eine Ringmauer von etwa 15 Metern Durchmesser sind im Gelände noch erkennbar.
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