Thalia Theater, Theater in Hamburg-Altstadt, Deutschland
Das Thalia Theater nutzt einen neoklassizistischen Bau am Gerhart-Hauptmann-Platz, der 1912 nach Plänen von Lundt & Kallmorgen mit 1300 Plätzen eröffnet wurde. Die von Architekt Werner Kallmorgen gestaltete Innenausstattung, 1960 wiedereröffnet, gilt als Beispiel der Nachkriegsmoderne. Das Große Haus fasst heute rund 1000 Zuschauer.
Das Theaterhaus wurde 1843 gegründet und erhielt seinen Namen nach der Muse Thalia aus der antiken Mythologie. Das heutige Gebäude entstand 1912 und prägt seither das Stadtzentrum.
Der Name verweist auf Thalia, die Muse der komischen Dichtung und Unterhaltungskunst und eine der drei Grazien. Seit 2010 bestimmt das zweiwöchige Festival „Um alles in der Welt – Lessingtage“ von Ende Januar bis Anfang Februar mit internationalen Gastspielen auf allen Bühnen des Thalia und an weiteren Orten der Stadt den Spielplan, ausgehend von Lessings aufklärerischen Gedanken.
Das Große Haus liegt am Alstertor in der Altstadt, wenige Schritte von der Binnenalster und dem Gerhart-Hauptmann-Platz entfernt. Die kleinere Spielstätte Thalia in der Gaußstraße befindet sich im Bezirk Altona, für den Weg dorthin sollte man Zeit einplanen. Die rund 20 Produktionen wechseln täglich oder in Blöcken, pro Spielzeit gibt es etwa neun Premieren im Großen Haus und sechs in der Gaußstraße.
Die zweite Spielstätte, das Thalia in der Gaußstraße in Altona, eröffnete 1972 als TiK – Thalia in der Kunsthalle und zog später in ein eigenes Haus. Dort kommen pro Spielzeit etwa sechs Premieren heraus, im Großen Haus am Alstertor sind es rund neun.
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