Mönckebergstraße, Einkaufsstraße in Hamburg-Mitte, Deutschland
Die Mönckebergstraße verläuft auf etwa 800 Metern in leichtem S-Schwung vom Hamburger Hauptbahnhof zum Rathaus und ist 30 Meter breit. Die Straße wird von großen Geschäftshäusern gesäumt, darunter rote Backsteinbauten mit weiß gerahmten Fenstern und grünen Kupferdächern. In der Ferne ragt ein schlanker dunkler Kirchturm auf.
Der Bau begann 1909 nach dem Abriss enger mittelalterlicher Gassen und schuf eine moderne Einkaufsachse im Zentrum. Bombenangriffe zerstörten große Teile während des Zweiten Weltkriegs, der Wiederaufbau folgte in den Nachkriegsjahrzehnten.
Die Straße ist nach Bürgermeister Johann Georg Mönckeberg benannt, der ab 1897 den Vorsitz der Sanierungskommission hatte; ein Senatsbeschluss von 2022 widmete sie zusätzlich seiner Schwiegertochter Vilma Mönckeberg-Kollmar. Im Volksmund heißt sie kurz „Mö“. Am Gerhart-Hauptmann-Platz gabelt sie sich mit der Spitalerstraße, markiert durch den Mönckebergbrunnen.
Die U-Bahn-Stationen Hauptbahnhof und Mönckebergstraße bieten direkten Zugang zur Fußgängerzone. Drei Parkhäuser in unmittelbarer Nähe stehen Autofahrern zur Verfügung, die Straße selbst ist für den Verkehr gesperrt.
Die Straße verläuft leicht „S“-förmig und wurde 30 m breit angelegt; bis 1978 fuhren Straßenbahnen durch sie. Finanziert wurde der Bau vor allem über Grundstücke: Die Stadt kaufte die Flächen, verkaufte sie mit Bauauflagen weiter und deckte so 36,7 der 39,4 Mio. Mark Straßenbaukosten aus den Grundstücksgeschäften.
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