Kollegiatstift St. Ulrich und Afra, Augsburg, später Benediktiner, Benediktinerabtei in Augsburg, Deutschland.
St. Ulrich und St. Afra ist ein ehemaliges Benediktinerkloster in Augsburg, dessen Kirche, die Basilika St. Ulrich und Afra, einen hohen Turm mit grüner Kupferzwiebel und einem weißen Abschnitt mit Uhren und Bogenfenstern über einem hellgelben Körper besitzt. Rechts steht eine lange rotebedachte Halle mit Bogenfenstern hinter einer gelben Mittelfassade mit kleiner Laterne mit grüner Kuppel, runder Uhr und bogigem Eingang unter einem Dreiecksgiebel. Die Wände sind hellgelb mit weißem Zierrat, die Dächer rot gedeckt.
Eine Gemeinschaft von Priestern, die die Afrakirche betreute, in der ihre Reliquien verehrt wurden, ging dem Kloster voraus. Zwischen 1006 und 1012 versetzte Bischof Bruno von Augsburg die Kanoniker an das Domkapitel und setzte Benediktinermönche aus Tegernsee ein. Abt Jakob Köplin (1548–1600) erreichte 1577 die Anerkennung der Reichsfreiheit, die erst 1643/44 bestätigt wurde. 1802 wurde das Kloster aufgelöst; 1805 kam ein französisches Militärhospital hierher, und sechs Mönche, darunter der Abt, starben an Infektionskrankheiten.
Das Kloster wurde 1802 aufgelöst, heute lebt hier keine Ordensgemeinschaft mehr; die Kirche ist nun die Basilika St. Ulrich und Afra. Der Name verbindet zwei Märtyrer: Ulrich, Bischof von Augsburg, und die Afra aus römischer Zeit. Ihre steinernen Sarkophage liegen in der Krypta, die weiterhin Ziel der Verehrung ist.
Das Kloster liegt im Augsburger Stadtzentrum und ist zu Fuß gut erreichbar, auch wenn einige Bereiche durch die klösterliche Nutzung eingeschränkt sein können. Planen Sie genug Zeit ein, um die Kirche und die zugänglichen Räume in Ruhe zu erkunden, besonders wenn Sie an Gottesdiensten teilnehmen möchten.
In der Krypta stehen die steinernen Sarkophage der heiligen Afra und des heiligen Ulrich, der beiden Patrone, nach denen die Abtei benannt ist. Afra war eine Märtyrerin des spätantiken Augsburg; Ulrich, Bischof von 923 bis 973, wurde in der von ihm erneuerten Kirche beigesetzt. Diese Reliquien machten den Ort lange vor der Ankunft der Mönche zu einem Wallfahrtszentrum.
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