Alsumer Berg, ehemalige Schutthalde in Duisburg
Alsumer Berg ist ein etwa 50 Meter hoher Hügel in Duisburg, der aus Schutt und Industrieabfällen aufgebaut wurde und heute eine begrünte Landschaftsfläche darstellt. Ein Fußweg namens Alsumer Steig führt zur Spitze, von der aus Besucher einen breiten Blick über die Fabriklandschaft und den Rhein haben.
Der Ort war ursprünglich die Fischersiedlung Alsum an der Mündung des Emscherarms, wo im späten 19. Jahrhundert ein Kohlehafen für die Schiffe der Bergbaugesellschaft gebaut wurde. Nach einer Flutkatastrophe von 1925/26 wurde der Hafen aufgegeben, und ab den 1950er Jahren nutzte die Stadt Duisburg das Gelände für Schuttablagerungen, womit der Hügel entstand.
Der Hügel trägt den Namen der einstigen Fischersiedlung Alsum, die hier am Fluss stand und deren Geschichte durch ein kleines Kreuz auf der Spitze in Erinnerung gerufen wird. Der Ort ist heute ein Ort der Reflexion über das Industrieerbe und die Veränderung der Landschaft durch menschliche Arbeit.
Der Hügel ist tagsüber frei zugänglich und kostenlos zu besuchen, mit einem Parkplatz am Fuß der Anlage. Besucher können zu Fuß über den Alsumer Steig hinaufwandern oder mit dem Fahrrad über Rheindamm und nahegelegene Radwege wie die Route der Industriekultur anreisen.
Das Gelände war eine der größten Mülldeponien des Ruhrgebiets und wurde dann in eine grüne Fläche mit Ausblicken auf ThyssenKrupp-Stahlwerke und Kokereianlagen umgewandelt. Fotografen besuchen den Ort häufig, um die dramatischen Kontraste zwischen Natur und Industrieanlagen bei Licht und Dunkelheit festzuhalten.
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