Hochgrat, Gipfel in den Allgäuer Alpen, Bayern, Deutschland
Der Hochgrat ist ein 1834 m hoher Gipfel in den Allgäuer Alpen, höchster Punkt der Nagelfluhkette und des gesamten Allgäuer Voralpenlandes. Die nach Norden angehobenen Nagelfluhplatten bilden eine durchgängige Bänderstruktur; vom Gipfel klingt der Grat beidseitig symmetrisch ab und fällt nach je einem halben Kilometer steil in Sättel. Quer dazu sendet er einen Grat nach Norden.
Die wirtschaftliche Erschließung begann an der Südseite durch die Alpe Gelchenwang, als der Berg noch Obergölchenwanger Grat hieß. Bis zum 18. Jahrhundert diente die Nordseite vor allem als Jagdrevier; 1507 ist König Maximilian I. als Jagdgast erwähnt. Im 19. Jahrhundert folgten Alpweiden und Forstwirtschaft an der Nordflanke, 1907–1908 wurde das Staufner Haus erbaut.
Der Berg hieß lange Obergölchenwanger Grat, nach der Alpe Gelchenwang an seiner sonnigen Südseite, wo seine wirtschaftliche Erschließung begann; der Name lebt im Gelchenwanger Kopf weiter, dem Vorgipfel des Rindalphorns. Auf der Nordseite diente er bis zum 18. Jahrhundert nur als Jagdrevier, und 1507 ist König und späterer Kaiser Maximilian I. als Jagdgast erwähnt.
Ein Seilbahnsystem verbindet das Tal mit den oberen Bereichen und spart Zeit beim Aufstieg. Besucher aller Fitnessstufen können so das Gebiet erkunden, ohne dass lange Wanderungen erforderlich sind.
Der Hochgrat besitzt die größte geographische Dominanz aller Allgäuer Berge: Im weiten Umkreis steht kein gleich hoher Gipfel. Bei klarer Sicht reicht der Blick im Osten bis zur Zugspitze und zum Großvenediger, im Süden zur Silvretta und Schesaplana und in der Schweiz zu den Massiven von Tödi und Säntis.
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