Wolgast, Hansestadt in Vorpommern-Greifswald, Deutschland
Wolgast ist eine hanseatische Hafenstadt im Landkreis Vorpommern-Greifswald, die am Ufer des Peenestroms liegt und durch eine Klappbrücke mit der Insel Usedom verbunden ist. Der Ort erstreckt sich beiderseits des Wasserlaufs und bildet das Tor zur Insel, wo Fähren und Boote regelmäßig anlegen.
Im 12. Jahrhundert entstand hier eine wendische Burg, die später zu einer Siedlung heranwuchs. Von 1285 bis 1637 diente der Ort als Residenz pommerischer Herzöge, die hier Hof hielten und die Stadt ausbauten.
Am alten Hafen stehen Speichergebäude aus Backstein, die noch an die Zeit erinnern, als Kaufleute hier Waren umschlugen und Schiffe für lange Fahrten rüsteten. In den Straßen der Altstadt zeigen sich Giebelhäuser mit Treppenformen, wie sie für norddeutsche Handelsstädte typisch sind.
Die Klappbrücke öffnet sich mehrmals am Tag für den Schiffsverkehr, was kurze Wartezeiten mit sich bringt. Vom Hafen aus lassen sich Spaziergänge entlang des Wassers unternehmen, wo man Boote und Segler beobachten kann.
Der Name leitet sich aus dem Wendischen ab und bedeutet Wald der Greife, ein Hinweis auf die slawischen Wurzeln der Gegend. Diese sprachliche Spur verbindet den Ort mit der mythischen Heraldik Pommerns, in der der Greif als Wappentier auftritt.
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