Gertrudenkapelle, Gotische Kapelle in Wolgast, Deutschland.
Die Gertrudenkapelle ist eine gotische Kapelle in Wolgast, die nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem gebaut wurde. Der Innenraum wird durch einen zentralen Pfeiler geprägt, der ein sternförmiges Gewölbe mit zwölf Seiten trägt und die Raumaufteilung aus massivem Backstein prägt.
Der Herzog Wartislaw IX ließ die Kapelle 1420 nach seiner Rückkehr von einer Reise ins Heilige Land errichten. Sie markierte das Ende eines etwa anderthalb Kilometer langen Prozessionsweges und wurde später als Hospitalkapelle genutzt.
Die Kapelle war ein wichtiger Ort für Pilger, die nicht nach Jerusalem reisen konnten und suchten einen Ort für ihre Gebete. Sie zeigt, wie Menschen im Mittelalter ihre Frömmigkeit durch Architektur ausdrückten und welche Rolle solche Bauten in ihrer geistlichen Praxis spielten.
Die Kapelle befindet sich in der Altstadt und ist leicht zu Fuß erreichbar, wobei die nächsten Parkplätze in der Nähe sind. Der Zugang ist eben, und die Kapelle kann von außen besichtigt werden, während Besichtigungen im Inneren je nach Öffnungszeiten möglich sind.
Der Bau war nicht nur eine religiöse Struktur, sondern auch ein Zeichen des Reichtums und der Macht des Herzogs, was in der aufwendigen architektonischen Ausführung deutlich wird. Die genaue Nachbildung der Grabeskirche machte den Ort zu einem besonderen Ziel für Menschen, die Jerusalem nicht selbst besuchen konnten.
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