Alte Wallfahrtskirche, Barocke Wallfahrtskirche in Werl, Deutschland
Die Alte Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Werl ist ein verputzter Saalbau von fünf Jochen mit fünfseitigem Schluss, Gratgewölben auf Wandpfeilern und einem polygonalen Dachreiter. Der geschweifte Westgiebel wird durch ein hohes Rundbogenfenster und eine Figurennische gegliedert, in der eine Marienfigur von Joseph Wäscher steht. Im Inneren birgt sie eine einheitliche geschnitzte Ausstattung aus der Erbauungszeit.
Die Wallfahrt zum Werler Gnadenbild, einer hölzernen Marienfigur des 12. Jahrhunderts, setzte 1661 ein; die 1662 vollendete Kapuzinerkirche wurde baufällig und abgerissen. Der Barockbau von Franz Arnold Matthias Boner entstand 1786 bis 1789 als fünfjochiger Saal. 1859 bis 1860 wurde er nach Osten um einen fünfseitigen Chor und einen Dachreiter erweitert.
Die Wallfahrt begann 1661 um ein hölzernes Marienbild aus dem 12. Jahrhundert mit dem Kind auf dem Schoß, das Gnadenbild. Die alte, Mariä Heimsuchung geweihte Kirche diente den Kapuzinern; die benachbarte Basilika ersetzte sie für die wachsenden Pilgerscharen und wurde 1953 zur Basilica minor erhoben.
Die Kirche ist täglich für Besucher geöffnet und verfügt über interne Beschilderung, die es einfach macht, die verschiedenen Bereiche zu erkunden. Regelmäßige Messen finden statt, und an Wochenenden und Feiertagen können Besucher an Sondergottesdiensten teilnehmen.
Der Rüthener Grünsandstein wurde für die benachbarte, jüngere Wallfahrtsbasilika verwendet, nicht für die alte Kirche. Diese ist ein verputzter Saal, in dessen geschweiftem Westgiebel eine Nische mit einer Marienfigur des Bildhauers Joseph Wäscher steht.
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