Deutsches Schauspielhaus, Neobarockes Theater in St. Georg, Hamburg, Deutschland
Das Deutsche Schauspielhaus ist ein neobarockes Theater im Hamburger Stadtteil St. Georg, entworfen vom Wiener Büro Fellner und Helmer nach dem Vorbild des Wiener Volkstheaters. Die weiße Fassade hat einen vorspringenden Mittelrisalit mit der Inschrift DEUTSCHES SCHAUSPIELHAUS, hohe Säulen und rundbogige Fenster sowie ein grünes Kupferdach mit Aufsatz und blauer Flagge. Ein dunkler Vorbau überdacht die gläsernen Eingangstüren.
Das Deutsche Schauspielhaus wurde am 15. September 1900 mit einem Prolog Alfred von Bergers und Goethes Iphigenie auf Tauris eröffnet. Erbaut wurde es 1899 bis 1900 nach Plänen der Wiener Architekten Fellner und Helmer, nach dem Vorbild des Wiener Volkstheaters, für eine gute Million Mark. Getragen wurde das Projekt von der im Juni 1899 mit 84 Teilhabern gegründeten Aktiengesellschaft Deutsches Schauspielhaus; zu den Förderern zählte die Tragödin Franziska Ellmenreich.
Der Name verweist auf die Tradition des deutschsprachigen Sprechtheaters, die hier durch ein festes Ensemble gepflegt wird. Besucher erleben Inszenierungen in einem Repertoiresystem, bei dem verschiedene Stücke an unterschiedlichen Abenden wechseln.
Das Gebäude liegt wenige Gehminuten vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt und ist gut zu Fuß erreichbar. Die Aufführungen finden meist abends statt, mit verschiedenen Stücken an aufeinanderfolgenden Tagen.
Mit 1192 Plätzen gilt das Haus als größtes deutsches Sprechtheater. Seit seiner Eröffnung wurden hier zahlreiche Uraufführungen bedeutender deutschsprachiger Dramatiker präsentiert.
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