Leineschloss, Parlamentsgebäude im Stadtteil Mitte, Hannover, Deutschland
Das Leineschloss ist ein Parlamentsgebäude im Hannoveraner Stadtteil Mitte mit einer beeindruckenden neoklassischen Fassade. Die Vorderseite zeigt sechs korinthische Säulen und blickt auf die Leine, während der Bau sich über mehrere Flügel erstreckt, die verschiedene administrative Räume beherbergen.
Der Bau entstand 1636 als Herrenhaus für den Herzog George von Braunschweig-Lüneburg und wurde später mehrfach umgebaut. Eine große Modernisierung zwischen 1816 und 1844 transformierte die ursprüngliche Struktur in das Gebäude, das wir heute sehen.
Das Schloss symbolisiert den Wandel von einem Herrschersitz zu einem Ort der Mitsprache und Demokratie. Heute nutzen Bürger und Abgeordnete den Platz davor, um sich auszutauschen und an öffentlichen Debatten teilzunehmen.
Das Gebäude liegt zentral nahe dem Hauptbahnhof Hannovers und ist leicht von der Straße aus zu sehen. Die besten Blicke auf die Fassade erhält man von den angrenzenden Straßen wie der Karmarschstrasse oder von der gegenüberliegenden Seite des Flusses.
Bei Renovierungsarbeiten 2016 fanden Arbeiter menschliche Überreste in den Fundamenten des Gebäudes, was Fragen über ihre Verbindung zu einem königlichen Skandal aus dem Jahr 1694 aufwarf. Diese Entdeckung öffnete ein Kapitel der lokalen Geschichte, das lange unter dem Gebäude begraben war.
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