Denkmal der Göttinger Sieben, Bronzedenkmal in Mitte, Deutschland.
Das Denkmal für die Göttinger Sieben zeigt ein sechs Meter hohes Tor mit geöffneter Klappe und neun Bronzefiguren von Hochschullehrern, die sich der königlichen Verfügung widersetzten. Die Figuren sind mit unterschiedlichen Körperhaltungen und Gesichtsausdrücken dargestellt und zeigen ihre innere Haltung zur Situation.
Im Jahr 1837 weigerten sich sieben Hochschullehrer, dem neuen König Ernst August einen Treueid zu schwören, und wurden daraufhin entlassen. Einige von ihnen mussten Hannover verlassen, was das Ereignis zu einem Wendepunkt für die akademische Freiheit in Deutschland machte.
Das Denkmal zeigt eine Gruppe von Lehrern, die sich für ihre Überzeugungen einsetzten und damit ein Zeichen setzten, das heute noch nachwirkt. Die Art, wie die Figuren gestaffelt sind und teilweise außerhalb des Tors stehen, erzählt von Widerstand und persönlichem Mut im alltäglichen Leben.
Das Denkmal steht auf einem eigenen Platz in der Innenstadt und ist von allen Seiten leicht zugänglich. Informationstafeln in der Nähe erklären die Geschichte und helfen Besuchern, die Bedeutung der einzelnen Figuren zu verstehen.
Die Bronzefiguren wurden von Künstler Floriano Bodini nicht nach historischen Fotos der ursprünglichen Professoren gestaltet, sondern nach Personen aus seinem persönlichen Umfeld. Dies verleiht den Skulpturen eine unerwartete Nähe und macht das Denkmal weniger eine historische Abbildung als vielmehr eine kreative Interpretation eines bedeutsamen Moments.
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