Hermannsweg, Fernwanderweg im Teutoburger Wald, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Der Hermannsweg ist ein 156 Kilometer langer Kammweg, der am Bahnhof Rheine beginnt und an der 441 m hohen Felsgruppe des Lippischen Velmerstot bei Leopoldstal endet. Er folgt der höchsten Linie des Teutoburger-Wald-Kamms, ist durchgehend mit einem weißen H markiert und führt an den Dörenther Klippen, der Sparrenburg in Bielefeld, dem Hermannsdenkmal und den Externsteinen vorbei.
Der Weg wurde 1902 angelegt und markiert die Route einer antiken Schlacht aus dem Jahr 9 n. Chr., in der germanische Krieger römische Legionen besiegten. Dieses Ereignis beeinflusste die Entwicklung Europas nachhaltig und bleibt in der Erinnerung der Region verankert.
Der Weg ist nach Arminius benannt, dem Cheruskerfürsten, der in der Varusschlacht 9 n. Chr. drei römische Legionen besiegte; seine germanische Namensform Hermann gab dem Weg den Namen. Das Hermannsdenkmal auf der Grotenburg (386 m), rund 25 Jahre vor der Einrichtung des Weges 1902 fertiggestellt, ist das Bauwerk, das Wanderer mit diesem Namen verbinden.
Der Weg ist gut beschildert und hat mehrere Einstiege in der Nähe von Bahnhöfen, was die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglicht. Regelmäßige Rastplätze bieten Gelegenheiten, Verpflegung zu kaufen und übernachten zu können.
Der Weg endet nicht auf dem Lippischen Velmerstot, sondern in einem Bachbett 1,4 km südlich des Silberbachtals. Am 3. Oktober 2024 lief Lenn Mensenkamp die 156 km in 24 Stunden und 8 Minuten (Fastest Known Time). Am Steinbruch Lienen-Höste wurde der Weg verlegt; für die Erweiterung nach den Genehmigungen von 1998/1999 wurde orchideenreicher Waldmeister-Buchenwald gerodet.
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