Hermannsdenkmal, Germanisches Denkmal im Teutoburger Wald, Deutschland
Das Hermannsdenkmal ist ein 53,46 m hohes Monument auf der Grotenburg bei Detmold: Eine kupferhäutige Figur des Arminius mit erhobenem Schwert steht auf einem kuppelförmigen Sandsteintambour, den zehn Pfeiler und zehn zurückgesetzte Nischen mit Spitzbögen und zapfenförmigen Ornamenten umgeben. Die Statue ist 26,57 m hoch, der Sockel 26,89 m.
Ernst von Bandel begann das Denkmal 1838; nach der Revolution von 1848 ruhte der Bau bis 1863, und nach 1871 gaben der Reichstag und Wilhelm I. je 10.000 Thaler. Die Gesamtkosten betrugen 90.000 Thaler, die Enthüllung fand am 16. August 1875 statt. Es erinnert an die Niederlage dreier römischer Legionen unter Varus durch Arminius im Jahr 9 n. Chr.
Der Name Hermann leitet sich von der latinisierten Form Arminius ab, die seit dem 16. Jahrhundert als volkstümlicher Heldenfigur galt. Besucher sehen heute vor allem die Verbindung von Eisenkunst und patriotischer Symbolik, die im 19. Jahrhundert populär war.
Der Aufstieg erfolgt über eine Wendeltreppe mit 75 Stufen im Inneren des Sockels, die zu einer Aussichtsplattform führt. Die Anlage liegt auf dem Grotenburg-Hügel und ist über Waldwege zu Fuß oder mit dem Auto erreichbar.
Die Schwertspitze zeigt nach Westen, in die Richtung, aus der die römischen Truppen kamen. An klaren Tagen ist vom Aussichtspunkt aus der Köterberg zu sehen, der höchste Berg des Weserberglands.
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