Römerkastell Saalburg, Römisches Fort in Bad Homburg vor der Höhe, Deutschland
Die Saalburg ist eine römische Befestigung auf dem Taunusrücken mit Steinmauern, Verwaltungsgebäuden, Soldatenunterkünften und Lagerhäusern für etwa 500 Soldaten. Das Fort zeigt die typische Anordnung eines römischen Militärlagers mit ordnungsgemäß angelegten Straßen und definierten Funktionsbereichen.
Das Fort entstand um 90 n. Chr. zunächst als Holz-Erde-Konstruktion und wurde um 135 n. Chr. in Stein umgebaut, um die Grenze des Obergermanisch-Rätischen Limes zu sichern. Es war Bestandteil des Verteidigungssystems, das Rom gegen germanische Stämme aufgebaut hatte.
Das Museum im rekonstruierten Getreidespeicher zeigt römische Waffen, Gegenstände aus dem Alltag und Funde aus den germanischen Provinzen. Die Ausstellung vermittelt einen Eindruck davon, wie Soldaten hier lebten und arbeiteten.
Der Ort liegt auf einem Hügel und ist zu Fuß erreichbar, aber die Wege sind teilweise steil. Es wird empfohlen, angemessenes Schuhwerk mitzubringen und für unebenes Gelände eingeplant zu haben.
Kaiser Wilhelm II. ordnete 1897 die komplette Rekonstruktion dieser Militäranlage an, was es zum ersten vollständig wiederaufgebauten römischen Fort in Deutschland machte. Dieses ehrgeizige Projekt war eine der frühesten Anwendungen der archäologischen Rekonstruktion im großen Stil.
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