Kernkraftwerk Rheinsberg, Stillgelegtes Kernkraftwerk in Rheinsberg, Deutschland.
Das Kernkraftwerk Rheinsberg ist eine stillgelegte Atomanlage am Ufer des Stechlinsees mit sowjetischem Druckwasserreaktor-Design aus den 1960er Jahren. Die Anlage besteht aus mehreren Betonbauwerken und Kühlsystemen, die heute teilweise abgebaut werden.
Die Anlage wurde zwischen 1960 und 1966 errichtet und war Deutschlands erste Kernkraftanlage, die unter sowjetischer Technologie betrieben wurde. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde sie stillgelegt und befindet sich seitdem in einem langwierigen Rückbauverfahren.
Das Kraftwerk zierte einst die Rückseite von DDR-Geldscheinen und symbolisierte den technologischen Ehrgeiz des sozialistischen Staates. Besucher können heute noch die Architektur aus dieser Ära sehen und verstehen, wie Kernenergie im Alltag der damaligen Bevölkerung wahrgenommen wurde.
Besuche sind nur mit vorheriger Anmeldung möglich, in der Regel mittwochs und hauptsächlich in deutscher Sprache. Gutes Schuhwerk und lange Hosen sind empfehlenswert, da das Gelände Baustelle-ähnliche Bedingungen aufweist.
Der Rückbau ist ein Langzeitprojekt, das Ingenieure und Wissenschaftler weltweit beobachten, um Verfahren für die sichere Entsorgung von Atomkraftwerken zu verstehen. Besucher können sehen, wie kompliziert es ist, Kernkraftwerke nach ihrer Stillegung zu behandeln.
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