Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung, Patentinhaber für Giftgasgeneratoren im Dritten Reich
Degesch war ein Chemieunternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main, das sich auf die Herstellung von Schädlingsbekämpfungsmitteln spezialisierte. Das Unternehmen hielt das Patent für Zyklon B, ein Begasungsmittel, das ursprünglich zur Insekten- und Nagetierbekämpfung in Lagern und Silos verwendet wurde.
Das Unternehmen entstand 1919 in Berlin als gemeinnützige Gründung mehrerer großer Chemiekonzerne, um Methoden zur Schädlingsbekämpfung zu entwickeln. Nach dem Krieg wurde es zum einzigen autorisierten Anbieter von Blausäure-Produkten für Schädlingsbekämpfung in Deutschland und zog 1920 nach Frankfurt um.
Das Unternehmen ist heute nicht mehr an seinem ursprünglichen Standort tätig und existiert nicht mehr als eigenständiger Betrieb. Die ehemaligen Geschäftsräume in Frankfurt und später in Friedberg sind heute längst für andere Zwecke genutzt oder nicht mehr vorhanden.
Das Unternehmen war während des Zweiten Weltkriegs verwickelt in Zwangsarbeit und profitierte von geraubtem Eigentum jüdischer Menschen. Nach dem Krieg wurde die Führungsschicht teilweise zur Rechenschaft gezogen, während die Firma unter neuer Leitung weiterbestand und ihre Schädlingsbekämpfungsprodukte bis heute unter anderen Namen vertrieben werden.
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