Benediktinerkloster Kempten, Benediktinerkloster in Bayern, Deutschland
Kempten Abbey ist ein ehemaliges Benediktinerkloster in Bayern mit einer prächtigen barocken Basilika, gekrönt von Zwillingstürmen, und ausgedehnten Gebäudekomplexen, die durch Innenhöfe verbunden sind. Heute beherbergt das gesamte Ensemble die Bezirksadministration von Schwaben und zeigt die typische Struktur eines großen klösterlichen Wirtschaftshofes.
Das Kloster wurde 752 gegründet und erhielt früh Unterstützung von Hildegard, der Frau Karls des Großen, was seine Bedeutung in der frühmittelalterlichen Kirchenlandschaft unterstreicht. Es erlangte 1548 den Status eines Reichsstifts mit Sitz und Stimme, was es zu einer der einflussreichsten religiösen Institutionen in Süddeutschland machte.
Das Kloster war ein Zentrum für religiöse Bildung und Handschriftenproduktion, das die Entwicklung des mittelalterlichen Wissens in Süddeutschland beeinflusste. Seine Rolle als Gelehrtenort zog Mönche aus der ganzen Region an und machte es zu einem wichtigen Ort für die Bewahrung und Weitergabe von Wissen.
Der Komplex ist heute für Besucher zugänglich und ermöglicht es, die barocke Architektur und die Struktur eines ehemaligen Klosters aus nächster Nähe zu erkunden. Am besten plant man einen Spaziergang durch die Innenhöfe und Außenfassaden ein, um die Gesamtanlage zu würdigen.
Das Kloster war der Schauplatz des letzten dokumentierten Hexereiprozesses im Heiligen Römischen Reich, der 1775 Anna Maria Schwegelin betraf. Dieser Fall markiert das Ende einer düsteren Kapitel in der europäischen Justizgeschichte.
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