Fürstäbtliche Residenz, Barocke Klosterresidenzanlage in Kempten, Deutschland.
Die Fürstäbtliche Residenz stellt die erste monumentale barocke Klosteranlage Deutschlands nach dem Dreißigjährigen Krieg dar, charakterisiert durch elaborate Rokoko-Innenräume mit kunstvollen Stuckarbeiten, detaillierten Fresken und ornamentalen Dekorationselementen in ihren erhaltenen Zeremoniensälen und Wohnräumen.
Der Bau begann 1651 unter Fürstabt Roman Giel von Gielsberg auf den Ruinen eines zerstörten Benediktinerklosters aus dem Jahr 750, wobei das Gebäude 1670 fertiggestellt und die prunkvolle Innenausstattung zwischen 1732 und 1742 vollendet wurde.
Die Residenz verkörpert deutsche Rokoko-Kunst durch ihre neun besichtigbaren Räume, die von Künstlern der berühmten Wessobrunner Schule dekoriert wurden, einschließlich des Thronsaals mit Deckengemälden von Karl dem Großen und seiner Gemahlin Hildegard, welche die Verschmelzung weltlicher und geistlicher Macht zeigen.
Geführte Besichtigungen von 30 Minuten werden alle 45 Minuten von April bis Oktober täglich angeboten, mit Eintrittspreisen von 4 Euro für Erwachsene und freiem Eintritt für Besucher unter 18 Jahren, buchbar über das Reservierungssystem der Bayerischen Schlösserverwaltung.
Die Anlage verfügt über einen terrassenförmig angelegten barocken Garten mit einer Mitte des 18. Jahrhunderts gepflanzten Robinie, Mosaikbecken und einer Orangerie, die heute die Stadtbibliothek beherbergt und zusammen mit der benachbarten Basilika St. Lorenz ein integriertes architektonisches Ensemble bildet.
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