St. Maria Angelica, Pfarrkirche in Kirchrode-Bemerode-Wülferode, Deutschland.
St. Maria Angelica ist eine einschiffige alt-katholische Pfarrkirche in Hannover-Kirchrode, erbaut 2009 bis 2011 nach Plänen von Amberge und Schwartze Architekten. Das steile Zeltdach ist mit senkrechten grauen Metallpaneelen verkleidet; an der linken Seite liegen fünf hohe, schmale Fenster zwischen grauen Lamellen, hoch im Dach drei kleine Fenster. Oben rechts steht ein grauer Quader mit Kreuz, daneben ein niedrigerer weiß verputzter Trakt mit rotem Ziegeldach und Metallvordach. Im Inneren treffen dunkle Balken am hohen First zusammen, über einem schlichten hölzernen Altartisch, einem Holzambo und einem hohen Kruzifix.
Die alt-katholische Gemeinde kaufte das Grundstück 2003 von der benachbarten ev.-luth. Jakobigemeinde, nachdem sie zuvor in anderen Kirchen und in der Annastift-Kapelle zu Gast gewesen war. Am 30. August 2009 wurde der Grundstein gelegt, der erste Gottesdienst war die Osternacht 2010, und Bischof Matthias Ring weihte die Kirche am 3. September 2011. Der Bau von Amberge und Schwartze Architekten kostete rund eine Million Euro statt der veranschlagten 500.000 Euro.
Der Name ehrt Angélique Arnauld, die Äbtissin von Port-Royal im 17. Jahrhundert, die am 23. Mai 2011 durch Gemeindeabstimmung gewählt wurde; die lateinische Form St. Maria Angelica legte der Kirchenvorstand am 30. Januar 2013 fest. Die vergoldeten griechischen Kreuze an der Decke erinnern an Gottes Versprechen an Abraham, sein Volk werde so zahlreich wie die Sterne.
Die Kirche ist nach Osten ausgerichtet; da diese Seite zur Straße weist, erfolgt der Zugang über das angrenzende Gemeindezentrum. Der Kirchenraum fasst rund 100 Personen, auf der Chorempore finden weitere 20 Platz. Das Ganzkörpertaufbecken liegt am westlichen Ende des Kirchenraums.
Die Decke ist als abstrakter Sternenhimmel gestaltet, mit kreuzförmigen Sternen aus Blattgold. Die Gemeinde deutet dies als Gottes Versprechen an Abraham, seine Nachkommen würden so zahlreich wie die Sterne sein. Die Kirche fasst rund 100 Besucher, auf der Chorempore kommen 20 weitere Plätze hinzu.
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