Wohnstadt Carl Legien, Wohnkomplex in Prenzlauer Berg, Deutschland.
Wohnstadt Carl Legien ist eine Wohnsiedlung in Prenzlauer Berg mit etwa 1.150 Wohnungen, die in U-förmigen Gebäudeblöcken um begrünte Innenhöfe angeordnet sind. Die Apartments sind klein und funktional gestaltet, mit versetzten Balkonen, um den Bewohnern mehr Privatsphäre zu geben.
Das Ensemble wurde von 1928 bis 1930 unter der Leitung des Architekten Bruno Taut gebaut und war eines der letzten großen Wohnprojekte der Weimarer Republik. Es entstand als Teil einer Bewegung, die neue Lösungen für das Wohnen von Arbeitern und kleinen Familien suchte.
Die Fassaden leuchten in Rot, Gelb, Blau und Grün – Farben, die Bruno Taut bewusst wählte, um das Wohnen freundlicher zu gestalten. Diese bunten Wände prägen bis heute das Aussehen des Viertels und zeigen, wie Architektur den Alltag der Menschen beeinflussen kann.
Die Siedlung liegt in fußläufiger Nähe zur S-Bahn-Station Prenzlauer Allee und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Besucher können die Innenhöfe und den Außenraum frei erkunden, um die Architektur und die farbigen Fassaden aus verschiedenen Blickwinkeln zu erleben.
Das Ensemble gehört zu einer Gruppe von sechs Berliner Siedlungen der Moderne, die 2008 gemeinsam in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurden. Diese Anerkennung würdigt die innovativen Lösungen zur Stadtentwicklung, die diese Projekte damals darstellten.
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