Drususstein, Römisches Grabmonument in Mainz, Deutschland
Der Drususstein ist ein antikes Steinmonument innerhalb der Zitadelle von Mainz, das aus großen Quaderblöcken auf einem rechteckigen Grundriss errichtet wurde. Der Bau ragt rund 20 Meter in die Höhe und ist damit eines der größten noch aufrecht stehenden Denkmäler römischer Zeit nördlich der Alpen.
Das Monument wurde 9 v. Chr. als Kenotaph für General Drusus errichtet, den Stiefsohn von Kaiser Augustus, der in Mainz das römische Legionslager Mogontiacum gegründet hatte. Nach dem Tod des Drusus errichteten seine Soldaten diesen Gedenkbau an Ort und Stelle, als dauerhaftes Zeichen seiner Rolle bei der Sicherung der Rheingrenze.
Der Drususstein war im Altertum Schauplatz von Gedenkfeiern und steht bis heute als Erinnerungsort im Herzen der Mainzer Zitadelle. Besucher können den Sockel aus großen Quadersteinen aus nächster Nähe betrachten und sich so ein Bild von der Bauweise der Römer machen.
Das Denkmal befindet sich innerhalb der Mainzer Zitadelle und ist zu Fuß gut erreichbar. Es empfiehlt sich, beim Besuch etwas Zeit einzuplanen, um auch die übrigen Teile der Festungsanlage zu erkunden.
Obwohl das Monument als Kenotaph für Drusus gilt, wurde dort nie ein Körper beigesetzt, da er in Lyon starb und anderswo bestattet wurde. Die Konstruktion war also von Anfang an ein reines Erinnerungszeichen ohne sterbliche Überreste.
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