Benediktinerkloster Michelsberg, Bamberg, Benediktinerkloster auf dem Michaelsberg in Bamberg, Deutschland
Das Kloster Michelsberg ist eine ehemalige Benediktinerabtei auf dem Michaelsberg über Bamberg. Die um 1015 gegründete und 1121 geweihte Kirche hat einen romanischen Kern, eine barocke Westfassade von Leonhard Dientzenhofer von 1696 und zwei Westtürme mit Spitzen. Die von den Brüdern Dientzenhofer erweiterten Klostergebäude beherbergen heute das Seniorenheim Vereinigtes Katharinen- und Elisabethen-Spital.
Eberhard I., der erste Bischof von Bamberg, gründete das Kloster 1015 als bischöfliches Eigenkloster, die Mönche kamen aus Amorbach und Fulda. Die Kirche wurde 1121 geweiht, nachdem ein Erdbeben um 1117 den Vorgängerbau zerstört hatte. Ein Brand beschädigte 1610 die Kirche, worauf Langhaus und die beiden Westtürme neu errichtet wurden. Ab 1696 fügte Leonhard Dientzenhofer eine zweigeschossige Barockfassade hinzu, Johann Dientzenhofer gestaltete 1723 die Terrasse.
Die Gewölbe von Mittelschiff, Seitenschiffen, Querschiff und Westempore tragen 580 gemalte Pflanzen, 1617 von vier Malern vollendet und vor Ort Kräutergarten oder Himmelsgarten genannt. Darunter sind Ananas, Baumwolle, Granatapfel und Tabak neben Apfel, Birne, Brombeere und Buche. Vorlage war wohl ein in Bamberg aufbewahrtes Herbarium von Matthias de L'Obel; Flieder, Jasmin und Goldregen gelangten über den in Wien tätigen Carolus Clusius nach Bamberg.
Die Kirche wurde nach 14 Jahren Sanierung am 25. April 2026 mit einem Gottesdienst wiedereröffnet und ist freitags bis sonntags sowie an Feiertagen geöffnet. Im Dezember 2025 waren bereits sechs neue Glocken installiert worden. Die übrigen Klostergebäude dienen dem Vereinigten Katharinen- und Elisabethen-Spital als Seniorenheim und sind nicht zu besichtigen.
Die Decke der Klosterkirche ist mit 580 Pflanzen bemalt; vollendet wurde das Werk 1617 von vier Malern, die Einheimischen nennen es Kräutergarten oder Himmelsgarten. Exotische Gewächse wie Ananas, Baumwolle, Granatapfel und Tabak stehen neben Apfel, Birne, Brombeere und Buche, wohl nach einem in Bamberg aufbewahrten Herbarium von Matthias de L'Obel.
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