Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße, Historisches Museum in Lichtenberg, Deutschland
Das Stasi-Museum befindet sich in Haus 1 der ehemaligen Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in Lichtenberg. Es zeigt Arbeitsräume und technische Ausrüstung zur Überwachung, die nach dem Ende der DDR erhalten blieben.
Das Gebäude diente ab 1961 als Arbeitsort von Erich Mielke, dem Minister für Staatssicherheit der DDR. Nach der Öffnung der Mauer 1989 wurde die Zentrale von Demonstranten besetzt und später als Museum eingerichtet.
Das Gelände zeigt, wie Bespitzelung organisiert wurde, mit Räumen voller Abhörgeräte und Spionagekameras, die in Alltagsgegenständen versteckt waren. Besucher sehen auch Akten und Karteikarten, die belegen, wie die Geheimpolizei das Leben gewöhnlicher Menschen kontrollierte und dokumentierte.
Das Museum befindet sich in Haus 1 auf dem Gelände der ehemaligen Stasi-Zentrale in der Ruschestraße in Lichtenberg, nahe der Frankfurter Allee und dem U-Bahnhof Magdalenenstraße. Die Amtsräume Erich Mielkes liegen in der 2. Etage. Draußen zeigen Tafeln auf dem früheren Parkplatz die Revolution und den Mauerfall; das von Francesco Apuzzo gemalte Stempelmotiv ist nur aus der Vogelperspektive ganz zu sehen.
Im zweiten Stock bleiben die Büroräume des Ministers im Originalzustand erhalten, mit Möbeln, Telefonen und Vorhängen aus der Zeit der DDR. Die Einrichtung zeigt den nüchternen Arbeitsstil und die Abschottung der obersten Führungsebene in den letzten Jahren der Staatssicherheit.
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