Roedeliusplatz, Öffentlicher Platz in Lichtenberg, Deutschland.
Der Roedeliusplatz ist ein rechteckiger Platz in Lichtenberg, nördlich der Frankfurter Allee zwischen Möllendorffstraße und Ostbahn. In seiner Mitte steht die frühere Glaubenskirche, heute St.-Antonius-und-St.-Shenouda-Kirche, mit 61 Meter hohen Türmen; den Südrand schließt das Amtsgericht Lichtenberg. Platz, Kirche, Amtsgericht und Finanzamt bilden einen in der Denkmalliste verzeichneten Denkmalbereich.
Der Platz wurde 1897 als Wagnerplatz nach Richard Wagner angelegt; am 12. Februar 1935 erhielt er seinen heutigen Namen nach Adalbert Roedelius, 1851 bis 1869 Bürgermeister von Spandau und 1874 bis 1877 erster Gemeindevorsteher Lichtenbergs. Die Glaubenskirche entstand 1903–1905 nach Plänen von Ludwig von Tiedemann und Robert Leibnitz, das Amtsgericht folgte 1904–1906. Noch 1905 wurde der Platz als Amtsgerichtsplatz geführt.
Die Glaubenskirche prägt das Zentrum des Platzes und beherbergt heute die Koptisch-Orthodoxe Gemeinde Berlins. Besucher können die Mischung aus gotischen, romanischen und Renaissance-Elementen an der Architektur erkennen.
Der Platz liegt zwischen Möllendorffstraße und Ostbahn, das Amtsgericht begrenzt seinen Südrand, die Kirche steht in der Mitte. Haltestellen von Straßenbahn und S-Bahn an der Frankfurter Allee sind wenige Gehminuten südlich entfernt. Das Pflaster am Nordrand zeigt noch die Lage der Straßenbahn-Endstation Wagnerplatz, die bis 1944 bedient wurde.
Am Nordrand des Platzes waren bis 2009 die breite Anlage und das Pflaster einer Straßenbahn-Endstation zu erkennen. Die durch die Normannenstraße geführte Linie erreichte den damaligen Wagnerplatz am 1. Juli 1913, erhielt am 1. März 1927 die Nummer 90 und wurde 1944 kriegsbedingt stillgelegt.
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