Zisterzienserabtei Lehnin, Zisterzienserkloster in Brandenburg, Deutschland
Die Abtei Lehnin ist ein zisterziensisches Backsteingebäude mit gotischen Spitzbögen, hohen Fenstern und einer etwa 70 Meter langen Klosterkirche im Ort Kloster Lehnin in Brandenburg. Die warmen roten Ziegel bilden klare Linien und geometrische Muster, während der Kreuzgang und die Nebengebäude um einen offenen Innenhof angeordnet sind.
Markgraf Otto I. von Brandenburg gründete das Kloster 1180 als erste klösterliche Niederlassung in der Mark und holte Mönche aus dem Zisterzienserorden aus dem Rheinland. Nach der Reformation im Jahr 1542 wandelte sich die Anlage in eine protestantische Einrichtung und dient seitdem evangelischen Gemeinden.
Der Name Lehnin stammt vom slawischen Wort für Auwald und erinnert an die ursprüngliche Landschaft vor der Gründung der Abtei. Heute nutzen evangelische Gemeinden die Klosterkirche regelmäßig für Gottesdienste, während das Gelände auch als Ort der Stille und Besinnung dient.
Die Anlage liegt etwa 24 Kilometer südwestlich von Potsdam und ist gut mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Besucher können die Kirche und Teile des Geländes besichtigen, sollten jedoch darauf achten, dass einige Bereiche noch als Klinik und Pflegeheim genutzt werden.
Ein mittelalterlicher Text namens Vaticinium Lehninense, der einem Mönch namens Hermann zugeschrieben wird, sagt angeblich die Zukunft der brandenburgischen Herrscherfamilien bis ins 18. Jahrhundert voraus. Gelehrte diskutieren bis heute, ob die Schrift wirklich aus dem Mittelalter stammt oder später verfasst wurde.
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