Kloster Lehnin, Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark, Land Brandenburg, Deutschland
Kloster Lehnin ist eine Klosteranlage mit einer mittelalterlichen Kirche aus Backstein in der Region Potsdam-Mittelmark. Die Anlage umfasst die romanisch-gotische Basilika, mehrere Gebäude um den Kreuzgang, Speicherräume und das ehemalige Abtshaus sowie moderne Anbauten für Museen und Wohnzwecke.
Das Kloster wurde 1180 von Markgraf Otto I. gegründet und von Zisterziensern aus dem Kloster Sittichenbach besiedelt, wodurch es das erste Kloster dieser Ordnung in der Region wurde. Nach seiner Auflistung 1542 während der Reformation verfiel es teilweise, wurde aber ab 1859 erforscht und zwischen 1871 und 1877 nach den Originalentwürfen wiederaufgebaut.
Das Kloster wurde vom Volk lange Zeit als Ort der Heilung und des Schutzes verehrt, verbunden mit der Legende eines Hirsches, der seinem Gründer den Auftrag gab. Heute wird die Kirche regelmäßig für Gottesdienste, Konzerte und Feste genutzt und bleibt ein spiritueller Mittelpunkt der Region.
Die Anlage befindet sich auf flachem Gelände in einer bewaldeten Gegend und ist leicht zu erkunden, mit Wegen um die Kirchengebäude und historischen Strukturen. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen und Zeit einzuplanen, um die verschiedenen Räume und den Kreuzgang zu besichtigen.
Die Zisterzienser legten bei ihrer Ankunft 1183 große Anstrengungen unternommen, um das sumpfige Gelände durch Drainage trocken zu legen, was Ingenieurskunst und Geduld erforderte. Diese Entwässerungssysteme erlaubten den Aufbau einer der bedeutendsten klösterlichen Anlagen der Region und sind teilweise heute noch sichtbar.
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