Kernkraftwerk Gundremmingen, Kernkraftanlage in Gundremmingen, Bayern, Deutschland.
Das Kernkraftwerk Gundremmingen ist eine stillgelegte Atomanlage in Gundremmingen, Schwaben, Bayern, Deutschland, die aus drei Reaktorblöcken besteht. Die Blöcke B und C arbeiteten mit Siedewasserreaktoren und stellten den Betrieb endgültig im Dezember 2021 ein, während der Rückbau bereits begonnen hat.
Block A ging 1966 als erstes großes deutsches Atomkraftwerk ans Netz, musste aber 1977 nach einem Überflutungsvorfall im Reaktorgebäude abgeschaltet werden. Die beiden neueren Blöcke B und C folgten in den 1980er Jahren und prägten die bayerische Stromversorgung bis zur gesetzlich beschlossenen Abschaltung.
Die Anlage trägt ihren Namen nach dem Ort Gundremmingen an der Donau, wo sie seit den 1960er Jahren das Landschaftsbild mitprägt. Heute steht sie als Symbol für den deutschen Atomausstieg und den Übergang zu erneuerbaren Energien, während der Rückbau weiterhin Arbeitsplätze in der Region sichert.
Das Gelände ist nicht öffentlich zugänglich, da es sich um eine Industriezone im laufenden Rückbau handelt. Besucher können die äußeren Türme und Gebäude von den nahen Landstraßen und aus dem Dorf Gundremmingen aus sehen.
Ein freistehender Wetterturm ragt 174 Meter (571 Fuß) in die Höhe und überwacht die Klimabedingungen von seinem Standort etwa einen Kilometer östlich der Hauptanlage. Dieser Turm diente über Jahrzehnte hinweg der kontinuierlichen Erfassung meteorologischer Daten für die Reaktorsicherheit.
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