Heilanstalten Hohenlychen, Medizinisches Denkmal in Lychen, Deutschland
Hohenlychen ist eine ehemalige medizinische Anlage mit mehreren Gebäuden in Fachwerkbauweise, die auf einem bewaldeten Gelände nahe dem Zenssee liegt. Die Gesamtanlage erstreckt sich über ein weitläufiges Areal mit Pavillons, Verwaltungsbauten und Unterkünften, die durch Wege und alte Baumbestände verbunden sind.
Die Berliner Rotkreuzgesellschaft gründete die Heilstätte 1902 zur Behandlung tuberkulosekranker Kinder. In den 1930er Jahren entwickelte sich die Einrichtung zu einem Zentrum für Sportmedizin, bevor sie während des Zweiten Weltkriegs militärischen Zwecken diente.
Die ursprüngliche Funktion als Tuberkuloseheilanstätte prägte die Bauweise mit großen Fenstern und Balkonen für die Frischluftkuren, die damals als Therapie galten. Der Name Hohenlychen leitet sich von der erhöhten Lage in der lychener Waldlandschaft ab, die früher als besonders heilfördernd angesehen wurde.
Die Gebäude stehen größtenteils leer und sind nur von außen zugänglich. Für einen Besuch empfiehlt sich festes Schuhwerk, da das Gelände verwachsen und uneben ist.
Das Gelände verfügt über ein eigenes Kesselhaus mit Schornstein, das einst die gesamte Anlage mit Wärme versorgte. Die Architektur der Pavillons folgte einem Konzept, bei dem jede Etage über offene Liegehallen für die Patienten verfügte.
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