Gebäude der ehemaligen Arbeiter-und-Bauern-Fakultät Dresden, Sozialistischer Bildungskomplex in Dresden-Strehlen, Deutschland.
Die Arbeiter-und-Bauern-Fakultät ist ein dreistöckiger Sandsteinbau an der Weberplatz 5, dessen Gestaltung durch einen hohen Sockelgeschoss, fünfzehn Fensterachsen und eine turmähnliche Struktur zur Teplitzer Straße hin geprägt wird. Das Gebäude beherbergt heute Einrichtungen der Kulturwissenschaften der TU Dresden und ist durch den Haupteingang mit seiner Treppenplastik zugänglich.
Das Gebäude steht auf den Grundmauern einer Lehrerseminarschule, die zwischen 1906 und 1910 errichtet worden war und 1945 zerstört wurde. Nach Kriegsende wurde es als neue Fakultät wiederaufgebaut und eröffnete als Bildungsinstitution für eine andere Gesellschaft.
Das Gebäude zeigt Wandmalereien von Wilhelm Lachnit im Inneren, die zusammen mit den Skulpturen an der Fassade von Wilhelm Landgraf und Gerhard Markwald eine bewusste künstlerische Gestaltung des Raums widerspiegeln. Diese Kunstelemente prägen bis heute das Aussehen der Fakultät und erinnern an ihre Rolle als Ort mit gestalterischem Anspruch.
Der Zugang erfolgt über den Haupteingang mit der markanten Treppenplastik, die das Betreten des Gebäudes bereits zu einem visuellen Erlebnis macht. Die Räume sind im Rahmen von Universitätsaktivitäten zugänglich, wobei die großzügige Raumaufteilung eine einfache Orientierung ermöglicht.
Von 1949 bis 1961 diente die Fakultät als Vorbereitung für Arbeiterkinder und Bauernkinder auf universitäre Studien, was sie zu einem wichtigen Teil der ostdeutschen Bildungsreform machte. Dieses spezialisierte Programm hatte das Ziel, gesellschaftliche Chancen für Kinder aus Arbeiter- und Bauernfamilien zu schaffen.
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