Arbeitserziehungslager Fehrbellin, Arbeitserziehungslager in Fehrbellin, Deutschland.
Das Arbeitserziehungslager Fehrbellin war ein spezialisiertes Gefangniswerk fur Frauen etwa 50 Kilometer nordwestlich von Berlin in Brandenburgs sumpfiger Landschaft. Die Anlage funktionierte mit Bastfaserproduktionseinrichtungen, wo Inhaftierte unter Zwang arbeiteten.
Die Einrichtung wurde 1942 etabliert und entwickelte sich zur großten Strafanstalt fur Frauen in der Region Berlin-Brandenburg, ubertroffen nur durch das Konzentrationslager Ravensbrück. Ihre Geschichte ist eng mit den Repressionsstrukturen der Zeit verknupft.
Die Anlage war mit einer Bastfaserfabrik verbunden, in der Gefangene Zwangsarbeit leisten mussten. Dieses System spiegelte die wirtschaftspolitische Ausrichtung der damaligen Zeit wider.
Das Gelande wird heute als Parkplatz genutzt, wahrend die ehemaligen Fabrikkonstruktionen in verfallenem Zustand erhalten bleiben. Der Ort ist zugänglich, erfordert aber Aufmerksamkeit fur Sicherheit und Respekt gegenuber der Geschichte des Ortes.
Weibliche Wachter kontrollierten die Insassinnen durch systematische physische Gewalt und psychologische Misshandlung, was zu schweren Verletzungen und Todesfallen fuhrte. Diese Tatsache unterscheidet die Anlage von anderen Haftstätten und macht ihre Geschichte besonders schmerzhaft.
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