Rungholt, Mittelalterliche archäologische Stätte im nordfriesischen Wattenmeer, Deutschland
Rungholt ist eine mittelalterliche Siedlung, die unter dem Watt der Nordsee vergraben liegt. Die Überreste erstrecken sich über mehrere Kilometer und werden durch Geophysik und regelmäßige Ausgrabungen erforscht.
Die Siedlung wurde 1362 durch die Grote Mandrenke, eine katastrophale Sturmflut, komplett überflutet und versunken. Dieses Ereignis löschte eine wohlhabende Handelsgemeinschaft aus und formte die Küstengeschichte der Region.
Der Name Rungholt stammt wahrscheinlich von "Ring" und "Holt" und verweist auf eine befestigte Siedlung im Watt. Die Ausgrabungen zeigen, dass es hier ein lebhaftes Handelszentrum gab, in dem Häuser, Kirchen und Lagerhäuser dicht beieinander standen.
Der Ort ist nur zugänglich, wenn das Watt bei Ebbe trocken liegt, weshalb Gezeiten die beste Zeit zum Besuch bestimmen. Mit lokalem Führer oder Wattführer lässt sich die Gegend sicherer erkunden und mehr über die Fundstücke erfahren.
Ausgegrabene Holzfragmente und alltägliche Gegenstände befinden sich jetzt im NordseeMuseum Husum und zeigen wie normal das Leben in dieser versunkenen Stadt war. Diese Objekte offenbaren Details wie Handwerk, Handel und Familie, die sonst in der Geschichte verloren gehen würden.
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