Heini-Klopfer-Skiflugschanze, Skiflugschanze in Oberstdorf, Deutschland
Die Heini-Klopfer-Skiflugschanze ist eine Flugschanze im Stillachtal bei Oberstdorf. Ihr 72 Meter hoher Anlaufturm aus Spannbeton, der ausschließlich mit Felsankern in Höhe des Absprungtisches im Berg gehalten wird, wird „schiefer Turm von Oberstdorf“ genannt. Der Aufsprunghang verläuft zwischen Betonmauern; der K-Punkt liegt bei 200 m, die Hillsize bei 235 m.
In fünf Monaten, von Juli bis 10. Dezember 1949, entstand auf Initiative von Heini Klopfer, Sepp Weiler und Toni Brutscher die Holzschanze; am 2. Februar 1950 wurde sie getestet: Klopfer flog 90 m, Weiler 115 m. Eine Flugwoche vom 28. Februar bis 5. März 1950 eröffnete sie offiziell. Vor der Skiflug-WM 1973 wurde die Holzkonstruktion aus Sicherheitsgründen gesprengt und durch den bis heute genutzten 72 m hohen Beton-Anlaufturm ersetzt.
Die Schanze ist nach Heini Klopfer benannt, dem Oberstdorfer Architekten und Skispringer, der sie entwarf und am 2. Februar 1950 den ersten Testflug auf 90 Meter durchführte. Klopfer, der 1968 mit 50 Jahren starb, entwarf als Schanzenexperte des Internationalen Skiverbands Pläne für etwa 250 Schanzen weltweit. Die Oberstdorfer nennen den Betonturm auch den „schiefen Turm von Oberstdorf“.
Im Turm gibt es einen Schrägaufzug für bis zu elf Personen mit Sprungskiern sowie eine Plattform für einhundert Personen. Wärme- und Wachsräume, WC-Anlagen und ein Kioskbetrieb befinden sich ebenfalls im Turm. Die Anlage liegt außerhalb Oberstdorfs im Stillachtal, unweit des Freibergsees.
Der Sprungturm wird ausschließlich in Höhe des Absprungtisches mit Felsankern im Berg gehalten; die Oberstdorfer nennen ihn deshalb den „schiefen Turm von Oberstdorf“. Architekt war der Oberstdorfer Claus-Peter Horle.
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