Kaiserthermen, Römischer Thermenkomplex in Trier, Deutschland
Die Kaiserthermen sind eine römische Badanlage aus dem 4. Jahrhundert, die unter der Stadt Trier liegt und ein Netzwerk von unterirdischen Gängen und Kammern für verschiedene Badezwecke enthält. Der Komplex bestand aus mehreren Becken, Umkleideräumen und Räumen zum Aufwärmen, alle mit einem ausgeklügelten System zur Wasserzirkulation verbunden.
Der Bau begann um 300 n.Chr. unter dem Kaiser Constantius Chlorus als Prestigeprojekt für die Stadt, wurde aber 316 n.Chr. unvollständig verlassen. Die Anlage zeigt Spuren der politischen Veränderungen dieser Zeit und wurde später teilweise als Befestigung genutzt.
Der Ort zeigt, wie die Römer in dieser entfernten Region lebten und sich entspannten, mit Räumen, die zum Verweilen und zum Treffen mit anderen einluden. Die Art, wie Wasser durch das Gebäude floss, macht deutlich, welches Wissen die Römer über Komfort und Hygiene hatten.
Der Ort ist täglich für Besucher zugänglich, wobei die Öffnungszeiten je nach Jahreszeit variieren. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen, da der Untergrund uneben sein kann und die Temperatur in den Gängen kühl bleibt.
Unter den Ruinen verborgen liegt ein bemerkenswertes System von Tunneln und Kanälen, das Wasser durch das gesamte Gelände leitete und dabei die Luft zum Heizen nutzte. Diese unterirdische Infrastruktur war so ausgeklügelt, dass sie lange Zeit unter dem Straßenpflaster der modernen Stadt verborgen blieb.
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