Baumberge, Naturschutzgebiet in Reinickendorf, Deutschland.
Baumberge ist ein Naturschutzgebiet im Berliner Bezirk Reinickendorf mit bewaldeten Hügeln, Lichtungen und offenen Flächen. Das Gebiet wird von einem Netz markierter Wanderwege durchzogen, die zu Aussichtspunkten und in ruhigere Waldbereiche führen.
Die Baumberge sind Binnendünen, die am Ende der Weichsel- und Würm-Kaltzeit vor mehr als 10.000 Jahren aufgeweht wurden. Im frühen 13. Jahrhundert legten von den askanischen Markgrafen gerufene Siedler Heiligensee als „Hyelegense“ an und rodeten die Wälder um die Berge für Felder, Viehweiden und Heideflächen der Imker. Durch diese historische Nutzung blieb die offene Düne erhalten; heute ist das Gebiet ein 46,95 Hektar großes Natura-2000-Schutzgebiet.
Im Volksmund heißen die Baumberge auch Baggerberge oder Sandberge. Offen blieb die Düne durch ihre frühere Nutzung: Die von den askanischen Markgrafen im frühen 13. Jahrhundert ins Land gerufenen Siedler rodeten die Wälder um den Berg für Felder und Viehweiden sowie weitere Flächen für Heide der Imker. Die heute sichtbaren Trockenrasen und wärmeliebenden Gebüsche gehen auf diese Rodung zurück.
Das Schutzgebiet ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, da mehrere Haltestellen in der Nähe des Eingangsbereichs liegen. Die Wege sind für die meisten Besucher gut begehbar, auch wenn einige Abschnitte auf den Hügeln etwas steiler sind.
Das Gebiet ist Teil eines europaweiten Schutznetzes für gefährdete Lebensräume, was bedeutet, dass die Verwaltungsentscheidungen hier über die lokale Ebene hinausgehen. Dieser übergeordnete Rahmen schränkt bestimmte Eingriffe ein, die in anderen Stadtparks Berlins üblich wären.
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