Orientalisches Münzkabinett Jena, Numismatische Sammlung an der Universität Jena, Deutschland
Das Kabinett ist eine Münzsammlung an der Universität Jena mit etwa 22.200 Stücken aus Nordafrika, dem Nahen Osten und Asien. Die Objekte umfassen islamische Prägungen und ostasiatische Währungen, die das Geldwesen über mehrere Jahrtausende dokumentieren.
Ein Professor namens Johann Gustav Stickel gründete die Sammlung 1840 mit etwa 1.500 orientalischen Münzen, die er mit Unterstützung des Großherzogs von Sachsen-Weimar-Eisenach erwerben konnte. Seitdem wuchs das Kabinett durch weitere Erwerbungen und Spenden zu seiner heutigen Größe an.
Die Sammlung zeigt, wie Münzen die Verbindungen zwischen verschiedenen Gesellschaften widerspiegeln, von islamischen Prägungen bis zu ostasiatischen Währungen. Man kann an den Objekten ablesen, welche Handelswege existierten und wie Kulturen miteinander in Kontakt standen.
Das Kabinett ist Teil der Universitätsbibliothek und kann von Forschern und Studierenden unter bestimmten Bedingungen besucht werden. Besucher sollten sich vorher informieren, welche Öffnungszeiten gelten und wie man einen Termin vereinbaren kann.
Ein wichtiger Teil der Sammlung stammt von Heinrich August Zwick, einem Missionar, der von 1816 bis 1832 in Russland lebte und dort archäologische Funde an der Wolga zusammentrug. Diese Münzen dokumentieren weniger bekannte Regionen und geben Einblick in Handel und Kultur dieser entlegenen Gebiete.
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