Göhre, Museum und historische Stätte in Jena, Deutschland.
Das Göhre-Gebäude steht an der Nordseite des historischen Marktplatzes von Jena und zeigt neugotische Architekturelemente mit mehreren Ausstellungsbereichen. Die Räume präsentieren wechselnde Ausstellungen zur Stadtgeschichte, historische Ansichten, Modellbauten und Kunstwerke von mittelalterlich bis zur Gegenwart.
Die Grundmauern des Ortes stammen aus dem 13. Jahrhundert, als die Stelle noch am Rande der frühen Stadt lag. 1907 wandelte Paul Göhre das frühere Marktmühlengebäude in ein Weinhandelsunternehmen um, bevor es später seine heutige Rolle als Ausstellungsort übernahm.
Das Gebäude trägt den Namen eines Verlegers, der die Stadt geprägt hat, und seine Räume zeigen Werke von regionalen Künstlern neben Dokumenten zur Stadtgeschichte. Besucher können hier nachvollziehen, wie die Stadt ihre Identität über Jahrhunderte entwickelt hat.
Die Ausstellung erstreckt sich über mehrere Stockwerke, und eine Treppe durchzieht die ganze Struktur mit chronologischer Anordnung von Objekten. Man sollte Zeit zum Aufstieg einplanen, da die Treppen manchmal steil sind und jede Ebene verschiedene Zeiträume zeigt.
Eine Besonderheit ist die Sammlung der Wartburg-Flagge von 1816, die eine der frühesten Darstellungen der späteren deutschen Nationalfarben zeigt. Dieses Objekt veranschaulicht, wie eine regionale Bewegung später Bedeutung für die ganze Nation bekam.
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