Burschenschaftsdenkmal, Denkmal und Statue an der Universität Jena, Deutschland
Das Burschenschaftsdenkmal Jena ist ein 5,50 Meter hohes neorenaissancistisches Denkmal des Weimarer Bildhauers Adolf Donndorf von 1883. Die 3,30 Meter hohe Figur aus Carrara-Marmor zeigt einen Studenten in der 1819 verbotenen Altdeutschen Tracht mit der Fahne der Urburschenschaft und einem Schwert mit der Inschrift „Fürs Vaterland“. Der Sockel aus Jenaer Kalkstein trägt einen Eichenlaubfries und vier Bronzemedaillons mit dem Wappen der Urburschenschaft und den Mitbegründern Karl Hermann Scheidler, Heinrich Riemann und Carl Horn.
Das Denkmal wurde am 12. Juni 1883 auf dem Eichplatz vor der 1816 gepflanzten Burschenschaftseiche eingeweiht, zur Erinnerung an die Gründung der Urburschenschaft am 12. Juni 1815. Der Gedanke kam 1867 als Grabdenkmal für Karl Hermann Scheidler auf; ab 1873 wurde der Plan auf Heinrich Riemann, Carl Horn und die Burschenschaft selbst erweitert. 1947 wurde es entfernt und eingelagert, seit 1951 steht es vor dem Hauptgebäude der Universität am Fürstengraben.
Die Fahne in der rechten Hand des Studenten trägt die Inschrift „Von den Frauen und Jungfrauen zu Jena am 31. März 1816“, die an die Stifterinnen aus Jena erinnert. Das Schwert trägt die Inschrift „Fürs Vaterland“. Der Eichenlaubfries und die vier Bronzemedaillons mit dem Wappen der Urburschenschaft und ihren Mitbegründern Scheidler, Riemann und Horn zeigen die Symbole der studentischen Bewegung.
Das Denkmal ist das ganze Jahr über zugänglich und befindet sich auf dem Universitätscampus. Von November bis April erhält es einen speziellen Schutzbelag, um Verwitterung zu verhindern.
Die zentrale Figur wurde aus einem einzigen Block Carrara-Marmor gemeißelt, was die technische Meisterschaft des Bildhauers zeigt. Dieses Material stammt aus Italien und war für monumentale Werke des 19. Jahrhunderts die bevorzugte Wahl.
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