Bootkammergrab von Haithabu, Wikingerzeitliches Bootsgrab in Busdorf, Deutschland.
Das Bootkammergrab von Haithabu ist eine wikingerzeitliche Grabstätte mit einem etwa 16 Meter langen hölzernen Schiff, das als Grabkammer diente. Das Schiff war in Abschnitte unterteilt und enthielt Waffen, Schmuck, Keramik, Bronze- und Glasgefäße sowie die Überreste von drei Personen und mehreren Pferden.
Die Grabstätte stammt aus dem späten 9. oder frühen 10. Jahrhundert und wurde 1908 durch archäologische Grabungen entdeckt. Der Fund lieferte Einblick in die wikingerzeitliche Bestattungspraxis und die Bedeutung von Schiffsgräbern in dieser Kultur.
Die Grabstätte zeigt, wie Wikinger ihre Toten ehrten und welchen Wert sie Seefahrt und Handel beimaßen. Die Beigaben - Bronze, Glas und Waffen - erzählen von Kontakten zu entfernten Kulturen und dem Reichtum dieser Gemeinschaft.
Der Ort ist über markierte Wege leicht zugänglich und befindet sich in unmittelbarer Nähe des Wikingermuseums Haithabu. Besucher sollten feste Schuhe tragen, da das Gelände uneben ist und bei feuchtem Wetter rutschig sein kann.
Im Gegensatz zu den typischen nordischen Schiffsgräbern, bei denen das Boot über der Grabkammer steht, war das Schiff hier umgedreht und bedeckte die Bestatteten von oben. Dieses ungewöhnliche Konstruktionsprinzip macht es zu einem seltenen Beispiel für regionale Unterschiede in wikingerzeitlichen Begräbnissitten.
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