Bayerisches Eisenbahnmuseum, Eisenbahnmuseum in Nördlingen, Deutschland.
Das Bayerische Eisenbahnmuseum nutzt das ehemalige Bahnbetriebswerk Nördlingen auf rund 3,5 Hektar: ein 15-ständiger Lokschuppen mit Drehscheibe, die frühere Triebwagenhalle, ein funktionsfähiger Wasserturm, Werkstätten und Abstellgleise. Über 200 Originalfahrzeuge sind dort untergebracht, darunter die schwarze Dampflokomotive mit dunkelgrünen Seitenflächen, zwei Frontlampen und einem rot-weißen Schild, die auf den Gleisen der Drehscheibe steht.
1848/49 entstand mit der Ludwig-Süd-Nord-Bahn von Lindau nach Hof in Nördlingen eine Werkstätte für Lokomotiven und Wagen. Trakt 2 und 3 des Ringlokschuppens sowie die Werkstattgebäude stammen aus dieser Frühzeit. Die Luftangriffe 1944 und 1945 zerstörten weite Teile des Betriebswerks; nur Trakt 2 und 3, die Werkstätten und der Wasserturm blieben verschont, der Wiederaufbau dauerte bis 1949. 1966 endete die Beheimatung von Dampflokomotiven, 1982 wurde das Werk geschlossen; im Herbst 1985 übernahm der Eisenbahnclub München das Gelände und benannte sich in Bayerisches Eisenbahnmuseum um.
Getragen wird das Museum vom Verein Bayerisches Eisenbahnmuseum e. V., hervorgegangen aus dem am 15. Juni 1969 gegründeten Pfiffclub 52 1919 Kondens, der später Eisenbahnclub München hieß. Eine Jugendgruppe arbeitet selbstständig Objekte aus dem Fundus auf und macht aus „Schrott“ Ausstellungsloks. Bei Veranstaltungen übernehmen geprüfte Mitglieder die eisenbahntechnischen Funktionen und fahren Dampfsonderzüge nach Gunzenhausen und in Richtung Feuchtwangen.
Das Museum erstreckt sich über rund 3,5 Hektar, daher lohnt ein Rundgang: der 15-ständige Lokschuppen mit Drehscheibe, die ehemalige Triebwagenhalle, der funktionsfähige Wasserturm und die Werkstätten sind eigene Stationen. Manche Fahrzeuge warten noch auf ihre Aufarbeitung und können staubig oder verrußt sein, deshalb sind Kleidung, die schmutzig werden darf, und festes Schuhwerk sinnvoll.
Das Museum betreibt historische Züge auf besonderen Fahrten zu Nachbarorten, die von einem engagierten Team von Freiwilligen in Betrieb gehalten werden. Diese speziellen Ausflüge ermöglichen Besuchern, die Maschinen in Aktion zu sehen, nicht nur als stille Ausstellungsstücke.
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