Schloss Aicha vorm Wald, Wasserschloss in Aicha vorm Wald, Bayern, Deutschland
Schloss Aicha vorm Wald ist eine Wasserburg in Niederbayern mit rechteckigem Grundriss und Renaissance-Arkaden, die einen inneren Hof umgeben. Kleine Nebengebäude auf der Ostseite komplettieren die Anlage und bieten Ausblick auf das Gaißa-Tal.
Die Burg entstand im 14. Jahrhundert und gehörte ursprünglich zur Grafschaft Hals, bevor die Familie von der Pfeil sie 1360 als Lehen erhielt. Unter ihrer Herrschaft entwickelte sich die Anlage zu einer stattlichen Adelssitz mit den Renaissance-Merkmalen, die heute zu sehen sind.
Das Schloss war Verwaltungssitz der Hofmark Aicha vorm Wald, und die Edlen von Stoer gaben der Anlage um 1580 ihr heutiges Aussehen. 1776 wurde unter Baron von Schrecksleb im oberen Stock eine Kapelle eingerichtet. Gegenüber dem Schloss liegt das Wirtshaus am Schloss, eine Pension mit Gasthaus.
Das Schloss liegt etwas versteckt auf einer kleinen Erhebung am Rand von Aicha vorm Wald über dem Tal der Gaißa. Gegenüber wurde eine Pension mit Gasthaus eingerichtet, das Wirtshaus am Schloss; dort sind Übernachtungen möglich, nicht in den historischen Räumen. Die Anlage ist nach wie vor in Familienbesitz.
Dies ist die einzige Wasserburg in der gesamten Bayerischen Wald-Region und verbindet mittelalterliche Wasserschutztechniken mit Renaissance-Architektur. Die Kombination dieser beiden Baustile macht sie zu einer besonderen Rarität in Südostbayern.
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