St. Nicolai, Gotische Kirche in Eckernförde, Deutschland.
St. Nicolai ist eine gotische Kirche mit hohen Backsteinwänden, spitzen Bögen und einem kräftigen Turm, der das Stadtbild von Eckernförde prägt. Das Gebäude beeindruckt durch seine solide Konstruktion und die charakteristische norddeutsche Ziegelarchitektur des Mittelalters.
Zwischen etwa 1200 und 1250 stand hier eine einschiffige romanische Backsteinkirche ohne Turm; ihr Ostteil dient noch heute als Altarraum. Um 1310–1350 entstand ein Westturm auf Granitfundament, um 1490 ersetzte ein Backsteinturm seinen hölzernen Aufbau. Die heutige dreischiffige spätgotische Staffelhalle wurde 1521–1530 über die alten Mauern gebaut und verdoppelte die Breite; die Arbeiten endeten bei etwa zwei Dritteln des Plans, und 1619 wurde der beschädigte Turm unter das Dach einbezogen, sodass der heutige Dachreiter blieb.
Die Kirche dient heute als Treffpunkt für Gottesdienste, Hochzeiten und städtische Veranstaltungen, die das religiöse und gesellschaftliche Leben der Stadt prägen. Menschen kommen hier zusammen, um Feste zu feiern und wichtige Lebensmomente zu teilen.
St. Nicolai steht in der Fußgängerzone im Zentrum von Eckernförde, wenige Schritte vom Hafen entfernt. Der Eingang liegt im Westen; innen bildet die Granitmauer des ersten Turms den westlichen Abschluss des Mittelschiffs. Am Ostgiebel ist ein Anker angebracht, der an die rund 100 dänischen Seeleute erinnert, die 1849 in der Seeschlacht im Eckernförder Fjord starben.
Der Turm wurde 1612 beschädigt, und 1619 wurde das Kirchendach über ihn gezogen, sodass die Kirche heute einen Turm in der Kirche hat; als Ersatz wurde der heutige Dachreiter auf den Dachfirst gesetzt.
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