Großer Kranichsee, Naturschutzgebiet in Eibenstock und Muldenhammer, Deutschland.
Der Großer Kranichsee ist ein Naturschutzgebiet in Eibenstock und Muldenhammer auf etwa 950 Metern Höhe. Das Moorgebiet wird von speziellen Hochmoorflächen geprägt und liegt zwischen den Flusseinzugsgebieten der Großen Pyra und der Rolava.
Erstmals 1912 unter Naturschutz gestellt, wurde das Moor 1961, 1967 und 2008 erneut geschützt, jeweils mit Flächenerweiterungen. Das 611 Hektar große Naturschutzgebiet ist Kernstück des Natura-2000-Gebietes „Erzgebirgskamm am Großen Kranichsee“ und Teil des Vogelschutzgebietes „Westerzgebirge“.
Der Name Kranichsee wird mit dem slawischen Wort granica für Grenze und früheren Bezeichnungen für Moorflächen in Verbindung gebracht, bedeutet also sinngemäß „Grenzmoor“; das sächsische Meilenblatt Nr. 246 von 1791 nennt das Gebiet „Grosse Cranich See“. Das Hochmoor liegt beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze, der größere Teil auf tschechischer Seite im Schutzgebiet Rolavská vrchoviště.
Der Zugang erfolgt über ausgewiesene Wege, die es ermöglichen, die Moorlandschaft zu beobachten, ohne empfindliche Bereiche zu beeinträchtigen. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und sich auf feuchte, moorige Bedingungen vorbereiten.
Der Name geht auf das slawische Wort granica (Grenze) und eine alte Bezeichnung für Moor zurück, bedeutet also „Grenzmoor“. Das sächsische Meilenblatt Nr. 246 von 1791 nennt das Gebiet bereits „Grosse Cranich See“. Der Erzgebirgszweigverein Carlsfeld legte 1908 einen Knüppeldamm an und errichtete ein Aussichtsgerüst, das aus Kostengründen nicht erneuert wurde.
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