Schloss Morsbroich, Rokokoschloss und Museum für moderne Kunst in Alkenrath, Leverkusen, Deutschland
Schloss Morsbroich ist ein langgestreckter, symmetrischer Bau mit gelber Fassade und steilem dunkelgrauem Dach. Der Mittelteil springt unter einem dreieckigen Giebel mit Reliefskulptur hervor; Dachgauben und Schornsteine sitzen auf dem Dach. Das pale graue Erdgeschoss hat kleine Fenster, die beiden gelben Obergeschosse paarweise angeordnete hohe Fenster mit weißen Rahmen, und über dem Eingang liegt ein Balkon mit schmiedeeisernem Gitter.
Die belegte Geschichte des Schlosses beginnt 1328 mit dem Ritter Johann Moyr von deme Broichge; 1619 ging der Besitz an den Deutschen Orden, dessen Landkomture hier residierten. 1757 ließ Ignaz Felix Freiherr von Roll zu Bernau das ruinöse Gebäude niederlegen und 1775 durch ein Rokoko-Maison de plaisance nach dem Vorbild des Jagdschlosses Falkenlust in Brühl ersetzen. In der Säkularisation fiel es 1803 an den Staat, 1974 kaufte die Stadt Leverkusen das Schloss.
Das Museum zeigt zeitgenössische Kunstwerke in den Räumen eines Schlosses, wobei internationale Künstler wie Yves Klein und Andy Warhol vertreten sind. Die Sammlungen ermöglichen Besuchern einen Einblick in Kunstbewegungen des 20. Jahrhunderts.
Das Schloss liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Köln und ist leicht per Auto oder öffentliche Verkehrsmittel erreichbar. Das Museum bietet Führungen durch seine Sammlungen an, wobei Sie sich am besten vorher über aktuelle Ausstellungen informieren.
Das Museum erhielt 2009 von der deutschen Sektion der Internationalen Vereinigung der Kunstkritiker den Preis Musée de l'année für sein wegweisendes Programm zeitgenössischer Kunst. Diese Auszeichnung unterstreicht seine Rolle als Vermittler zwischen klassischer Architektur und moderner künstlerischer Vision.
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