Bildungs- und Kulturzentrum Frankfurt, Bildungskomplex im Stadtteil Höchst, Frankfurt, Deutschland.
Das Bildungs- und Kulturzentrum Frankfurt ist ein 1975 fertiggestellter Stahlbeton-Skelettbau in Höchst. Sein Hauptgebäudeteil an der Gebeschusstraße ist etwa 100 Meter lang und 50 Meter breit, mit einem fünfgeschossigen Mittelteil und zweigeschossigen Seitenflügeln, deren Dächer als Terrassen dienen. Der Haupteingang liegt hinter einer fünfstufigen Treppe und öffnet sich zu einem kleinen, durch eine Dachöffnung belichteten Vorhof im Gebäudeinneren.
Vorgänger war das Volksbildungsheim, das 1927 durch Umbau des ehemaligen Höchster Bürgersaals entstand; der Bund für Volksbildung gab es bald an die Stadt ab, nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmte es die United States Army. 1957 übernahm die Saalbau GmbH das Haus, nach einer letzten Sanierung 1965 ließ die Stadt es abreißen. Am 1. April 1972 stellte Schuldezernent Peter Rhein das Projekt eines multifunktionalen Bildungshauses vor, damals einzigartig in Deutschland; der erste Spatenstich war am 14. Oktober 1972, am 4. Februar 1975 begann der Unterricht.
Der Spitzname Bikuz stammt vom vollen Namen des Gebäudes, und die Schule wird von Einheimischen oft Bikuz genannt, weil sie erst 1982, sieben Jahre nach der Eröffnung, den Namen Friedrich Dessauer erhielt. Das Kino Filmforum Höchst hat hier seinen Verwaltungssitz, und im Erdgeschoss befindet sich das Bibliothekszentrum Höchst mit etwa 35.000 Medien.
Der Komplex liegt an der Kreuzung Gebeschusstraße/Michael-Stumpf-Straße im Nordwesten Höchsts an der Grenze zu Unterliederbach; das Grundstück reicht im Osten fast bis zur Königsteiner Straße und wird im Süden von der Adelonstraße begrenzt. Direkt südlich schließt der Bahnhof Frankfurt-Höchst an, nördlich hält die Buslinie an der Haltestelle „Höchst Bahnhof Nordseite“, bedient von den Stadtbuslinien 50 und 59 sowie dem Regionalbus 253. Gegenüber liegen die Leibnizschule und das 17. Polizeirevier, westlich das Zollamt Höchst.
Bei der Grundsteinlegung 1972 wurde der Bau spöttisch „Kubiz“ genannt, ein Wortspiel mit seiner kubischen Form; später blieb der Name Bikuz für das ganze Zentrum. Das Friedrich-Dessauer-Gymnasium in der zweiten und dritten Etage erhielt den Namen des Physikers Dessauer erst 1982, sieben Jahre nach Unterrichtsbeginn.
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